#1 Tourenbericht: Namloser Wetterspitze

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#1 Tourenbericht: Namloser Wetterspitze

6:20 Uhr parken in Namlos. Es schneit.

Wir haben uns heute vorgenommen mit unseren Schneeschuhen auf die Namloser Wetterspitze zu steigen. Wir, das sind mein Tourenpartner Marcel und ich. Zwei Wochen zuvor hatten wir es bereits mit einer anderen Gruppe versucht, mussten die Tour allerdings  am Grubigjoch auf 2.185m abbrechen.abbrechen. Zu spät gestartet und zu langsam.

Daher entschließen wir uns heute zu zweit und deutlich früher aufzubrechen. Wir starten direkt von Namlos aus. Über die Hängebrücke zum Fallerschein, über das Sommerberghoch auf den Gipfel. So ist zumindest der Plan. Es fallen dicke Flocken und die Sicht ist mäßig. Am Almdorf Fallerschein angekommen ziehen wir unser Schneeschuhe an. Der Weg verläuft noch relativ flach. Die Höhenmeter kommen erst noch. Wir merken aber schon, dass die Bedinungen nicht ganz einfach werden.

Aufgrund des Schneetreibens und den Wolken ist die Sicht nicht ganz optimal. Wir haben 1-2 Probleme den richtigen Weg im Neuschnee zu finden und dürfen zur Übung auch deshalb ein paar Höhenmeter mehr machen.

Dann beginnt der Anstieg. Eigentlich sollte man die Wetterspitze schon sehen können. Die Wolken hängen allerdings so tief, dass wir den Gipfel nur erahnen können. Die Sonne blitzt ab und zu als matte Scheibe durch die Wolken auf. Das wars dann aber auch schon.

In Serpetinen schlängeln wir uns den Anstieg hoch. Als wir zurückblicken sehen wir auch den ersten und einzigen Menschen am heutigen Tag, der sich ebenfalls zur Wetterspitze aufmacht.

Plötzlich sehen wir etwas blauen Himmel und die Sonne kommt heraus. Wir sehen sogar unser Tagesziel für heute. Ein Motivationsschub!

Wir machen eine kurze Pause und werden von dem älteren Herren auf Tourenski überholt. Hat er noch bis eben von unseren Spuren profitiert, spurt er jetzt den restlichen Weg auf circa 2.200 Höhenmeter. Dann kehrt er um.

Blanke Fels- und tiefe Triebschneefelder zeigen welche Kraft der Wind in der letzten Nacht hatte und auch jetzt noch hat. Der Himmel zieht wieder zu und wir steigen nun wieder allein Richtung Gipfel auf. Die Sicht wird immer schlechter. Wir können unseren Weg nur erahnen. Der Wind pfeift um unsere Ohren. Wir müssen immer wieder stehen bleiben, um uns zu orietieren. Ich persönlich merke, dass ich mich aktuell am Rand meiner Komfortzone befinde. Ich fühle mich sicher und bin ruhig, doch solche Bedingungen hatte ich bisher nicht erlebt.

Unterhalb vom Gipfel machen wir noch einmal an einer windgeschützten Stelle eine kurze Pause. Als wir wieder aufbrechen, verziehen sich die Wolken etwas und wir können das Gipfelkreuz schon sehen. Kurz vor 13 Uhr klopfen unsere Hände auf das Gipfelkreuz der Namloser Wetterspitze auf 2.553. Wir haben es geschafft und haben sogar etwas Aussicht.

Wir machen ein paar Bilder, ich kritzele etwas in das Gipfelbuch (mit Handschuhen gar nicht so einfach) und wir machen uns auf den Rückweg. Wir nehmen die gleiche Route wie beim Aufstieg und werden jetzt für unsere Mühen belohnt. Der Himmel reißt auf und wir können unseren Abstieg bei strahlendem Sonnenschein und einem atemberaubenden Abstieg genießen.  

In Fallerschein angekommen, können wir uns noch an einer Hütte ein Bier. (Danke Hans!). Der Schnee ist hier unten mittlerweile fast komplett verschwunden und sind circa eine Stunde später wieder am Auto.

Was eine Tour! Hat Spaß gemacht.

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