Alternative zur BU?

Die Grundunfähigkeitsversicherung zählt genauso wie die BU zur Arbeitskrafatabsicherung. Sie hat nur eine andere Funktionsweise. Während bei der BU im Leistungsfall überprüft wird, ob du deinen aktuell ausgeübten Beruf noch ausüben kannst, zielt die Grundunfähigkeitsversicherung auf körperliche Fähigkeien wie Gehen, Sprechen oder Sehen ab – unabhängig von deinem Beruf. 

Ist die Grundfähigkeit also eine Alternative zur BU? Jein. Es gibt Fälle, da kann eine Grundfähigkeit deutlich mehr Sinn ergeben (z.B. in handwerklichen Berufen), die einzige Alternative (z.B. bei Vorerkrankungen) oder sogar eine Ergänzung (z.B. für Büroleute) zur Berufsunfähigkeit sein. Es gibt aber keinen Zusammenhang zwischen deinem Beruf oder deinem Einkommen und der Versicherung wie es bei der BU der Fall ist.

Im Folgenden findest du alle wichtigen Infos zum Thema Grundfähigkeiten. Solltest du für dich herausfinden wollen, ob diese Versicherung für dich eine passende Lösung ist, lasse dich auf jeden Fall persönlich beraten. Die Unterschiede bei den Anbietern sind groß. Du kannst hierzu auch gerne meine kostenlose Onlineberatung nutzen.

Wie funktioniert die Grundfähigkeitsversicherung?

Die Grundfähigkeitsversicherung funktioniert im Grunde wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Leistungsfall bekommst du eine monatliche Rente bis zum Endalter. Anders als bei der Berufsunfähigkeit ist der Leistungsfall völlig unabhängig von deiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Die Grundunfähigkeitsversicherung schützt dich also vor einem Fähigkeitsverlust, die BU vor einem „Tätigkeitsverlust“

Leistungsauslöser: Verlust einer oder mehrerer Grundfähigkeiten
Das Grundprinzip ist einfach: Die Versicherungsleistung erhälst du, wenn eine oder mehere Grundfähigkeiten nicht mehr vorhanden sind.
 
Die Grundfähigkeiten werden in den Bedingungen der einzelnen Anbieter klar (aber unterschiedlich) definiert. Die Anzahl der verschiedenen Grundfähigkeiten schwankt auch von Versicherer zu Versicherer. Darüber hinaus kannst du auch optionale Leistungsauslöser zusätzlich abschließen. Dazu aber später mehr.
 
Grundsätzlich gilt: Je weniger Grundfähigkeiten für eine Leistungsauslöser betroffen sein müssen, desto besser.
 
Dauer des Ausfalls – Auch hier gibt es Unterschiede
Im Leistungsfall wird nich nur ärztlich geprüft, ob der Verlust einer Grundfähigkeit vorliegt, sondern auch wie lange die Einschränkung bestehen bleiben wird. Die Versicherer haben auch unterschiedliche Lösungen gefunden. Viele Versicherer verlangen, dass die versicherte Grundfähigkeit für voraussichtlich mindestens 12 Monate wegfallen muss, bevor eine Leistung gezahlt wird. Bessere Anbieter verlangen hier nur z.B. nur 6 Monate (genau wie bei einer BU)

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Was sind jetzt genau Grundfähigkeiten?

Grundfähigkeiten sind vom Versicherer vordefinierte körperliche Einschränkungen, die einen Leistungsfall auslösen. Wie schon gesagt, unterscheiden sich nicht nur die Definition der Grundfähigkeiten zwischen den Anbietern, sondern auch deren Anzahl und im Leistungsfall auch die Anzahl der betroffenen Grundfähigkeiten. Also: Immer vergleichen!

Grundfähigkeiten können beispielsweise sein:

  • Sehen
  • Hören
  • Sprechen
  • Gehen
  • Gleichgewichtssinn
  • Greifen und Halten
  • Gebrauch einer Hand
  • Gebrauch eines Arms
  • Treppen steigen
  • Sitzen
  • Stehen
  • Knien oder Bücken
  • Heben und Tragen

Im Optimalfall reicht für den Versicherer der Verlust einer Grundfähigkeit für voraussichtlich 6 Monate aus.

Darüber hinaus kannst du Zusatzbausteine vereinbaren wie z.B.: Psyche, Verlust des Führerscheins, Pflege oder auch schwere Krankheiten vereinbaren.

Für wen ist eine Grundfähigkeitsversicherung sinnvoll?​

In vielen Fällen ist die Arbeitskraftabsicherung mit einer Berufsunfähigkeitversicherung die bessere Wahl. % der Leistungsfälle in der BU sind psychisch bedingt. Auf dem Leistungsniveau kann die Grundfähigkeitsversicherung einfach nicht mithalten.

Handwerkliche Berufe und Vorerkrankungen

Solltest du in einem Beruf mit körperlicher Arbeit haben, kann es nicht nur aus finanzieller Sicht Sinn ergeben, sich das Thema Grundfähigkeit genauer anzusehen. Handwerkliche Berufe werden in der Berufsunfähikgeit meist schlechter eingestuft und kosten daher mehr. Darüber hinaus ist deine Arbeit ja überwiegend körperlich und genau da setzt die Grundfähikgeit an

Solltest du Vorerkrankungen (v.a. Psychische Vorerkrankungen) haben, die eine BU-Absicherung unbezahlbar oder unmöglich machen, dann kannst du die Grundfähigkeit auf jeden Fall in Erwägung ziehen

Weniger Gesundheitsfragen im Gegensatz zur BU

Bei vielen Versicherern sind die Gesundheitsfragen in der Grundfähigkeit bei weitem nicht so umfangreich und detailliert. Solltest du also bei einer BU keine Chance haben, dann kann das bei der Grundfähigkeit ganz anders aussehen.

Auf was muss ich beim Abschluss achten?

Eine Grundfähigkeit und kürzestester Prognosezeitraum als Leistungsauslöser

Je niedriger die Anfoderungen an die desto besser. Daher sollte dein Tarif wenn möglich

nur den Verlust einer Grundfähigkeit mit einer voraussichtlichen Dauer von 6 Monaten beinhalten.

Blick in das Bedingungswerk ist unumgänglich
Wie schon erwähnt, ist nicht nur die Anzahl der versicherten Grundfähigkeiten zwischen den Anbietern unterschiedlich, sondern auch deren Definition. Daher muss man auf jeden Fall einen Blick in das Bedingungswert werfen.
 
Die wichtigste Grundfähigkeit: Der Führerscheinverlust
Die Fahrerlaubnis-Verordnung regelt wer einen Führerschein besitzen darf und hier viel wichtiger: Wer nicht! Dafür liefert die Verordnung mehrere gesundheitliche Gründe warum eine Fahreerlaubnis entzogen werden darf. Im Umkehrschluss heißt das für uns: Es gibt mehrere unstrittige Gründe für einen Leistungenauslöser und das ist nicht alles…. es gibt auch inhatliche Überschneidung. Sehen ist beispielweise eine versicherte Grundfähigkeit und auch Voraussetzung für den Besitz einer Fahrerlaubnis. Während die Grundfähigkeit erst bei einem Sehkraftverulst von beispielsweise 95% leistet, verliert man den Führerschein schon bei einem Sehkraftverlust von über 50%.  Daher ist dieser Zusatzbaustein absolut zu empfehlen!
 
Persönlich beraten lassen
Wie du siehst, es gibt bei der Grundfähigkeitsversicherung einiges zu beachten und die ein oder andere Stolperfalle. Daher mein Rat: Unbdingt persönlich beraten lassen, denn die Unterschiede zwischen den Anbietern sind groß. In meiner kostenlosen Onlineberatung stelle ich für dich ein Tätigkeitsprofil auf und wir finden dann gemeinsam den für dich passenden Anbieter.
 

FAQ

Grundsätzlich ist die BU beim Thema Arbeitskraftabsicherung immer die beste Wahl, aber nicht jeder bekommt sie und auch nicht jeder kann sie sich leisten. Daher muss man sich das im Einzelfall anschauen.

Eindeutig die Fahrtüchtigkeit. Es gibt mehere Gründe dafür, die auch strenger (für dich positiv) formuliert sind. Ist eine Zusatzleistung, die mittlerweile viele gute Grundfähigkeitsversicherungen inkludiert haben.

Hier kannst du dich auch an der Berufsunfähigkeitorientiern. 80% vom Netto sind ein guter Richtwert. Grundsätzlich sollen die die notwendigsten Ausgaben im Ernstfall mit der Rente bezahlt werden können.

Absolut! Anders als bei der BU gibt es bei der Grundfähigkeitsversicherung stand heute keine Fiktion, d.h. es wird auch nicht rückwirkend geleistet. Es gibt zwar vereinzelt Anbieter, die eine sogenannte AU-Klausel anbieten, die ist aber teuer und greift meist erst nach 6 Monaten. Dein Die ersten Gehaltseinbußen als Angestellter kommen schon nach 43 Tagen.
 
Ein Vorteil der Grundfähigkeitsversicherung: Du kannst das Krankentagegeld und die Rente aus der Grundfähigkeit parallel beziehen, das geht bei der BU nicht.

Hängt von der Sitation ab. Beispielsweise kann es Sinn ergeben, wenn du eine BU hast, sie aber aufgrund der Gesundheitsfragen nicht weiter erhöhen kannst oder falls du dich als „Büroheini“ auch gegen körperliche Einschränkungen absichern willst (in der Regel kannst du auch bei körperlichen Einschränkungen weiterarbeiten)

Ist auf jeden Fall ein interessanter und plausibler Ansatz. Ich persönlich schaue mir das auch sehr genau, kann aber keine pauschale Aussage treffen. Sprich, das muss man im Einzelfall anschauen.

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